E-Mail Kommunikation
Die E-Mail hat Ihren Sonderstatus als internes Kommunikationsmittel der PC- und Internetcommunity längst verloren und ist normaler Bestandteil der alltäglichen privaten und geschäftlichen Kommunikation geworden. Sollte es also je richtig gewesen sein, dass der Tonfall in einer E-Mail weniger förmlich sondern eher salopp sein sollte, so stimmt das heute nicht mehr. In der geschäftlichen Kommunikation gelten für E-Mails die gleichen Höflichkeitsformen wie im Briefverkehr. Sogar die auf Briefbögen vorgeschriebenen Informationen über das Unternehmen, wie z.B. die Rechtsform und Angaben zum Vorstand bzw. zum Geschäftsführer, sind mittlerweile gesetzlich auch für E-Mails vorgeschrieben.
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Technische Besonderheiten dieser Kommunikationsform bedingen allerdings einige besondere Vorsichtsmaßnahmen. Sofern keine besonderen technischen Vorkehrungen getroffen wurden, ist eine E-Mail für vertrauliche Informationen ungeeignet, da sie sehr leicht von Unbefugten mit gelesen werden kann. Des Weiteren sollte bei begründeten Zweifeln nachgefragt werden, ob die Mail wirklich von dem angegeben Absender stammt. Einerseits kann die Absenderadresse einer E-Mail manipuliert werden und andererseits kann die Mail – beispielsweise durch einen Computervirus- ohne Kenntnis des Absenders versandt worden sein.
Ungeeignet sind E-Mails, um rechtsverbindliche Erklärungen abzugeben oder eilige Dokumente fristgerecht zuzustellen, da im Streitfall der Zugang der Nachricht nicht bewiesen werden kann. Daran ändert auch eine Lesebestätigung nichts, da der Inhalt der Mail verändert worden sein kann.